bruttoinlandsprodukt.info

Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt (abgekürzt: BIP) stellt den gesamten Wert aller Güter, d.h. Waren und Dienstleistungen dar, die innerhalb des Zeitraumes von einem Jahr in einer Volkswirtschaft hergestellt wurden. An dem BIP kann die Wirtschaftsleistung eines Landes abgeleitet werden. Wenn sich das Bruttoinlandsprodukt nicht an Ländergrenzen orientiert, sondern eine Region behandelt, ändert sich auch die Bezeichnung z.B. in Bruttoregionalprodukt.

Der Begriff Bruttosozialprodukt wurde ersetzt durch den Ausdruck Bruttonationaleinkommen bzw. Bruttoinlandseinkommen und gilt als der Maßstab für die Leistung einer Volkswirtschaft. Dagegen ist der Big-Mac-Index der Versuch, dieses überall verbreitete Produkt in allen denkbaren Währungen zu vergleichen.

Das deutsche BIP erfasst auch Leistungen von Ausländern, die hier arbeiten, nicht jedoch die Leistungen der Deutschen, die im Ausland tätig sind. Als Wirtschaftswachstum wird die prozentuale Rate, in der sich das Bruttoinlandsprodukt ändert, bezeichnet. Damit hat man die bedeutendste Größe der volkswirtschaftlichen Rechnung.

Berechnung des Bruttoinlandsproduktes

Man unterscheidet nominales BIP und reales BIP. Da beim realen BIP die Leistungen einer Volkswirtschaft zu einem Basispreis ermittelt werden, hat die Inflation hat keinen Einfluss auf das reale Bruttoinlandsprodukt.

Wer führt die Berechnungen des Bruttoinlandsproduktes durch?

In Deutschland gibt es dafür das Statistische Bundesamt, welches alle 6 Monate im Frühjahr und im Herbst diese Berechnungen anstellt. Eine Vergleichsmöglichkeit der einzelnen Volkswirtschaften erhält man durch Dividieren des BIP durch die Kopfzahl der Bevölkerung. Luxemburg hat das höchste BIP, während Deutschland auf Platz 18 rangiert.

Kritik am Bruttoinlandsprodukt

Es gibt auch kritische Haltungen zum BIP. Die Werte, die das Statistische Bundesamt berechnet, sind sehr ungenau, weil verschiedene Gesichtspunkte überhaupt nicht berücksichtigt werden. Hierzu zählen Schwarzarbeit wie auch die zahlreichen unbezahlten Tätigkeiten (Hausarbeit, Ehrenämter oder die häusliche Pflege eines Angehörigen).

Eine Studie hat ergeben, dass Wolfsburg die wirtschaftlich stärkste Stadt in Deutschland darstellt. Dort liegt man mit rund 92.600 Euro Bruttoinlandsprodukt deutlich vor der hessischen Finanzmetropole Frankfurt. Wolfsburgs Spitzenposition bei diesem Ranking hat mehrere Gründe. Die Stadt hat wegen der Pendler so viele Arbeitsplätze wie Einwohner. Und die Region ist von Volkswagen bestimmt. Die Studie zeigt, dass Größe nicht identisch mit Stärke sein muss. Die bayrische Landeshauptstadt steht dazu im Gegensatz: Die Stadt ist bekannt für ein hohes Preisniveau doch 58.000 Euro pro Kopf setzen die Stadt nur auf den 14. Rang.